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Di./ 11. September // Angriff der schwierigen Gedichte: Charles Bernstein in Berlin / Lettrétage

Go ahead, don’t read any poetry.

You won’t be able to understand it anyway: the best stuff is all over your head. And there aren’t even any commercials to liven up the action. Anyway, you’ll end up with a headache trying to figure out what the poems are saying because they are saying NOTHING.

Who needs that.

Better go to the movies.

(Charles Bernstein: Attak of the difficult poems, Against National Poetry Month as such, S. 30/31.The University of Chicago Press, 2011)

Wenn wir von Avantgarde, Language, Performance und „Postpoetry“ sprechen möchten, so ist der amerikanische Dichter, Herausgeber, Theoretiker und Essayist Charles Bernstein jemand, bei dem alle Fäden zusammenzulaufen scheinen und bei dem sich dies in seiner eigenen Arbeit beispielhaft erfüllen mag. Er studierte Philosophie und promovierte mit einer Arbeit über Gertrude Stein und Ludwig Wittgenstein. Bernstein kämpft seit Mitte der 70er Jahre, zunächst aktiv in der experimentellen Poesieszene, erfolgreich für den Einzug der Poesie in die letzten Nischen der Gesellschaft. Er ist scharf, ironisch, witzig, verspielt. Und politisch. Und interdisziplinär. So hat er mit seiner Frau, der  visuellen Künstlerin Susann Bee, viele heute bekannte Autoren der L=A=N=G=U=AG=E Poetry (benannt nach einem von ihm und Bruce Andrews in den Jahren 1978 bis 1982 herausgegebenen Magazin) verlegt. Als Herausgeber von zahlreichen eigenen Bänden sowie Werken wie Close Listening/ Poetry and the performed word (1998) (Hier ein Essay, was als Einführung in Close Listening von ihm geschrieben wurde) gewinnt er zunehmend das Interesse der „contemporary poetry“ Szene, auch in Deutschland. So ist er in diesem Jahr Gast des internationalen Literaturfestivals in Berlin, wo er am vergangenen Sonntag mit einem seiner Übersetzer, Norbert Lange, (Dichter, Übersetzer und Herausgeber des hervorragenden Online Magazins Karawa-Net) auf der Bühne zu sehen war. Nun gibt es eine weitere Chance, Bernstein nebst Lange life zu hören: Am Dienstag in der Lettrétage Berlin. Ein 9-11 Statement ist nicht zu erwarten, aber – who knows.

Aus dem Einladungstext:

Angriff der schwierigen Gedichte: Dienstag, 11. September 2012, 19:30 Uhr

Lesung mit Charles Bernstein, Norbert Lange, Tobias Amslinger, Dennis Büscher-Ulbrich und Mathias Traxler

Nach einem ersten Einblick in die Übersetzerwerkstatt im Februar setzt das Team Bernstein (bestehend aus Tobias Amslinger, Norbert Lange, Léonce W. Lupette und Mathias Traxler) seine Erkundung der Gedichte des amerikanischen Lyrikers und Poetologen Charles Bernstein im September fort. Verstärkung erhält das Team diesmal von Dennis Büscher-Ulbrich, der einige poetologische Texte von Bernstein übersetzt hat. Zusammen mit den Gedichten werden wir sie am lebenden Subjekt testen können, denn Charles Bernstein ist diesmal mit Fragen und Antworten persönlich mit von der Partie.

Charles Bernstein, geboren 1950 in New York, wird der literarischen Avantgardebewegung, der sogenannten Language Poetry, zugeordnet. Bernsteins Arbeiten werden häufig durch ihre innovative Sprache als postmodern bezeichnet. Er selbst beschreibt seine Dichtung als Spiel zwischen den Genres und Formgattungen. Bis dato veröffentlichte er mehr als 16 eigenständige Gedichtbände und drei Bücher mit Aufsätzen und Reden. Bernstein lehrte an verschiedenen Universitäten, wie der Columbia, der Brown University und in Princeton. Heute lehrt er an der University of Pennsylvania.

Eintritt 5 Euro/ Erm. 4 Euro

Weiterführende Links:

Authors Homepage

Interview 

Lesungs Video: What makes a poem a poem

C U THERE!

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Über LOST in POSTpOETRY

www.lostinpostpoetry.wordpress.com

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