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Ernst Jandl, Österreich/ Austria: schtzngrmm (1957)

(english – pls scoll down)

Das Gedicht „schtzngrmm“ beruht auf dem einzigen Wort „Schützengraben“, das nach Entfernung aller Vokale und umgangssprachlicher Verschleifung zu schtzngrmm wird. Die Konsonanten setzen sich zu neuen Silben zusammen, die an Maschinengewehrsalven oder Granateneinschläge erinnern und ein lautmalerisches Bild des Grabenkriegs samt abschließendem Tod eines Soldaten zeichnen. schtzngrmm ist neben vater komm erzähl vom krieg eines der bekanntesten Gedichte Jandls über den Krieg und ein häufig zitiertes Beispiel für Konkrete Poesie.

Hier geht es zum Gedicht auf lyrikline.org

Ernst Jandl (1925 -2000) war ein österreichischer Dichter und Schriftsteller. Jandl wurde vor allem durch seine experimentelle Lyrik in der Tradition der Konkreten Poesie bekannt, durch visuelle Poesie und Lautgedichte wie schtzngrmm, die durch den Vortrag besondere Wirksamkeit entfalten. Jandls Werk war stets vom Spiel mit der Sprache bestimmt und spannte einen Bogen von politischer Lyrik bis zu humorvollen Sprachspielen wie ottos mops. Das Spätwerk wurde in der Form konventioneller und im Inhalt schwermütiger, enthielt aber weiterhin den für Jandl typischen Sprachwitz von Gedichten wie lichtung.

Neben Lyrik schrieb Jandl Prosatexte, mehrereHörspiele sowie zwei Theaterstücke und übersetzte Autoren aus dem Englischen. Zu Jandls Popularität trugen seine Lesungen bei, die auf zahlreichen Schallplatten veröffentlicht wurden, sowie die künstlerische Zusammenarbeit mit Musikern aus dem Bereich des Jazz.

Jandls erste Veröffentlichungen wurden zu ihrer Zeit als kulturelle Provokation empfunden und führten mehrfach zu Eklats. Lange Zeit fand sich kein Verlag, der seine experimentelle Lyrik herausgeben wollte. Ab Mitte der 1960er Jahre stellten sich erste schriftstellerische Erfolge ein, die Anerkennung als einer der bedeutendsten Lyriker seiner Zeit und zahlreiche Ehrungen in seiner Heimat Österreich und dem gesamten deutschen Sprachraum erfolgten aber erst spät in Jandls Karriere. Bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen arbeitete er im Hauptberuf als Lehrer. Jandl lebte mit der LyrikerinFriederike Mayröcker zusammen. Er stand der Wiener Gruppe nahe und gehörte zu den Initiatoren der Grazer Autorenversammlung, deren Präsidentschaft er später übernahm.

http://www.ernstjandl.com

 

Ernst Jandl (August 1, 1925, Vienna, Austria – June 9, 2000, Vienna) was an Austrian writer, poet, and translator. Influenced by Dada he started to write experimental poetry, first published  in 1952. He was the life partner of Friederike Mayröcker. In his poems, he plays with the German language, in many different ways, often at the level of single characters or phonemes. For example, in his famous poem „Ottos Mops“ (= „Otto’s Pug“), the only vowel used is „o“.

Most of his poems are better heard than read. His lectures were always known as very impressive events, because of the particular way he pronounced his poems. Poems like „schtzngrmm“ (his version of the word „Schützengraben“ which describes the trenches of the World War I) can be understood only if read correctly. „schtzngrmm“ is an experimental poem in which he tells the sounds of war only with combinations of letters, which sound like gunfires or detonating missiles. He has translated Gertrude Stein, Robert Creeley’s The Island, and John Cage’s Silence.

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