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Bazon Brock: Die Denkerei, Eröffnung am Moritzplatz 03.12.11

Denkerei/Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen. Außenansicht. Gestaltung: Adler & Schmidt, Berlin 2011 Foto © Denkerei

Das ist es, was wir Alle wollen: das unabhängige Denken, entlang interdisziplinärer, verschiebbarer / selbstregulierter Grenzen – Bazon Brock gibt Berlin, was Berlin noch fehlt und eröffnete am 03.12.2011 um 15:00 die DENKEREI am Moritzplatz: „Das einzige, was Menschen in Zukunft gemeinsam haben würden, sei die Konfrontation mit prinzipiell unlösbaren Problemen.“ Im Interview im RBB Kulturradio am Vormittag der Eröffnung sprach er von der Denkerei als „Versuch, ein Asyl zu errichten für alle vom Papst aus dem Limbo vertriebenen Sokrates‘ und Platons.“

Es geht hier wohl um das Arbeiten gegen „allmachtswahnsinnige Vorstellungen, mit Problemen umzugehen“. Die Denkerei plant, sich als unabhängiges, privatfinanziertes Institut sich Problemen zu stellen, indem sie scheinbar unlösbare Fragen an Dichter und Denker, Künstler, Wissenschaftler weitergeben:

„Das neu gegründete Berliner Amt in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg wird der Öffentlichkeit historisch und systematisch die überlieferten Formen der Bemeisterung solcher Zumutungen der Wirklichkeit zur Verfügung stellen und im Einzelnen derart veränderte Haltungen und Einstellungen in Politik, Wirtschaft und Kultur deutlich machen.

Arbeitsgebiete sind: Evidenzkritik/Müllkulte (Bazon Brock), Psychopolitik (Peter Sloterdijk), Technotheologie (Peter Weibel), Abendländische Epistemologie (Arno Bammé), Stoische Diätetik (Ulrich Heinen), Konsumforschung (Wolfgang Ullrich), Molekularbiologie (Roland Brock), Transformationsregeln des Rechts (Fabian Steinhauer).“

“ (aus der Pressemitteilung Bazon Brock Webseite)

Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand
Oranienplatz 2
10999 Berlin
Tel.: 030-61671001
bazonbrock@bazonbrock.de

http://www.bazonbrock.de/arbeit-an-unloesbaren-problemen

Ab 1957 absolvierte Bazon Brock eine Ausbildung in Dramaturgie und arbeitete ab 1960 als Dramaturg, zunächst am Stadttheater Luzern. Von 1957 bis 1964 studierte er parallel Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Zürich, Hamburg und Frankfurt am Main. Ebenfalls ab 1957 schrieb er erste Aktionslehrstücke und es erfolgten erste Publikationen. Das Fach Kunst, mit dem er oft in Zusammenhang gebracht wird, studierte er nicht universitär, gilt dennoch als ausgewiesener Kunstkenner, sowohl alter als auch zeitgenössischer Werke. Er beteiligte sich zusammen mit Friedensreich Hundertwasser, Joseph Beuys, Wolf Vostell und anderen an Happenings. So nahm er beispielsweise 1965 am 24-Stunden-Happening in der Galerie Parnass in Wuppertal teil.

Nach dem Studium wurde Brock als ordentlicher Professor (1965–1976) an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg berufen, später, zwischen 1977 und 1980 auch an die Universität für angewandte Kunst Wien. Anschließend übernahm er eine Professur an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er 2001 emeritiert wurde. Im Jahr 2010 war Brock Fellow am Kolleg Friedrich Nietzsche.

(Wikipedia, mehr auch auf der Webseite bazonbrock.de)

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Über LOST in POSTpOETRY

www.lostinpostpoetry.wordpress.com

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Bazon Brock: Die Denkerei, Eröffnung am Moritzplatz 03.12.11

  1. Die Eröffnung ist vorbei, über 100 geladenen Gäste waren dabei. Einige Fotos kann man hier sehen :
    http://pythagoras.posterous.com/

    Verfasst von Martina Schettina | 04/12/2011, 4:55 pm

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